Lehrmaterial

Was ist Salz eigentlich? Was ist älter: Salz oder Dinos? Warum braucht unser Körper Salz? Warum schmecken Tränen salzig?

In diesem Buch lassen sich Antworten auf alle diese Fragen und noch viel mehr Wissenswertes zum Thema Salz finden.

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Die Welt des Salzes in Zahlen

Vor rund 250 Mio. Jahren

entstand durch die Verdunstung des Urmeeres der Rohstoff für das Bad Reichenhaller AlpenSalz. Damit ist es älter als die Dinosaurier.

Ca. 9.351 km (Luftlinie)

legen die Bad Reichenhaller AlpenSalze zurück, wenn sie von Bad Reichenhall nach Tokio exportiert werden, wobei der Transport per Schiff erfolgt.

4 cm groß

ist der beliebte Bad Reichenhaller Ministreuer. Der perfekte Begleiter für unterwegs enthält 10 g „Salz to go“.

500 g AlpenSalz

enthält das klassische Salzpaket für den Haushalt, welches Bad Reichenhaller 1950 einführte. Auch bei der bekannten 500 g Dose war Bad Reichenhaller Vorreiter. 

100 % Veggie

Alle Bad Reichenhaller Produkte sind für die vegetarische und vegane Ernährung geeignet. 

86,5 %

beträgt die gestützte Markenbekanntheit von Bad Reichenhaller. Quelle: GFK

Ca. 10.000 Produkte

benötigen bei ihrer Herstellung Salz. Der wertvolle Rohstoff spielt also nicht nur für die Ernährung eine wichtige Rolle, sondern auch in der Industrie – von Backpulver über Aluminium und Glas bis zu Kunststoff.

Rund 300 Gramm

Bad Reichenhaller AlpenSalz lassen sich in einem Liter Wasser lösen. Dann ist die Lösung voll gesättigt und kann kein Salz mehr aufnehmen.

Ungefähr 0,9 %

beträgt die Salzkonzentration im Blut und in den Körperflüssigkeiten des Menschen. In einem Liter Blut sind also 9 Gramm Salz gelöst. Das Meer hat vergleichsweise einen Salzgehalt von 35 g pro Liter.

440 gestrichene Teelöffel Salz

benötigt ein Erwachsener durchschnittlich im Jahr. Dies entspricht dem von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlenen Bedarf von 6 g Salz pro Tag.

Ca. 2.000 v. Chr.

lebten keltische Salzsiedler in der Region Bad Reichenhall, wie archäologische Funde belegen. Man wusste also schon früh, dass die Gegend „reich an Hall“ ist. „Hall“ ist das westgermanische Wort für Salz.

0,2 bis 0,63 mm

ist die Größe der meisten Salzkörner (über 70 %) in einem Paket Bad Reichenhaller AlpenSalz. Ein kleines Salzkorn wiegt ca. 0,05 mg, ein großes Salzkorn ca. 0,7 mg

Bis 150 °C

beträgt die Temperatur, bei der die Verdampfungskristallisation durchgeführt wird, um aus Sole Siedesalz zu gewinnen.

Auf Rang 5

der Weltproduktion an Salz steht Deutschland – nach China, USA, Indien und Kanada.

Rund 150 bis 180 Liter

Flüssigkeit filtern die Nieren täglich. Sie sind das wichtigste Steuerorgan für den Salz-Wasserhaushalt des Menschen. Das heißt, pro Tag durchfließen die Nieren auch 1.350 bis 1.620 g Salz.

900.000 m3

beträgt der Solegewinn des Salzbergwerks Berchtesgaden pro Jahr.

29 km Länge

und erhebliche Höhenunterschiede überwand die 1817 gebaute Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall mit Hilfe der einzigartigen Wassersäulenhebemaschinen. Bei Ilsank wurde die Sole 365 Meter bergauf gepumpt.

12 °C

beträgt die Temperatur unter Tage im Salzbergwerk Berchtesgaden.

0,4 Gramm

ist eine Prise Salz, auch wenn die meisten diese nach Gefühl dosieren. Ebenfalls gerne in Kochbüchern verwendet werden folgende Einheiten: eine Messerspitze (0,25 g Salz), ein gestrichener Teelöffel (5 g Salz) und ein gestrichener Esslöffel (15 g Salz).

400 Päckchen Salz

können die modernen Abfüllmaschinen pro Minute befüllen.

Bis zu 1 km dick

war die Salzschicht, die vor etwa 250 Millionen Jahren entstand, als das vom Urmeer durch eine Landzunge abgetrennte Binnenmeer verdunstete. Durch die Auffaltung der Alpen vor 60 Millionen Jahren wurde das Salz tief unter Gestein begraben.

Ca. 3 %

des in Deutschland verbrauchten Natriumchlorids wird als Speisesalz genutzt, der weitaus größte Teil als Industriesalz.

SalzWissen allgemein

1. Was ist Salz eigentlich?

Wenn wir über Salz sprechen, meinen wir meistens Speisesalz. In der Natur kommt Salz in zwei Formen vor: gelöst in Wasser (als Sole oder Meerwasser) oder in fester Form (als Steinsalz).

Doch was ist Salz eigentlich? Es ist ein Mineralstoff, der aus den beiden Elementen Natrium (Na) und Chlor (Cl) besteht und chemisch als Natriumchlorid (NaCl) bezeichnet wird. Im festen Zustand auf der Molekülebene verbinden sich Natrium und Chlor in Würfelform im Verhältnis 1:1. Da die Chloratome größer und schwerer sind, ergibt sich eine Gewichtsverteilung von 40 % Natrium und 60 % Chlor.

Dass sich Salz in Wasser auflöst, hat jeder schon beobachtet – die Kristallstruktur zerfällt. Und was passiert noch? Es entstehen elektrisch geladene Teilchen (Ionen). Die Natriumionen tragen die positive, das Chlor die negative Ladung. Positive und negative Ladung heben sich auf, so dass nach außen elektrische Neutralität besteht.

2. Wie kam das Salz in die Alpen?

Heutzutage ist Salz im Haushalt solch eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns selten Gedanken darüber machen, dass das Salz, welches wir zum Würzen verwenden, durch Verdunstung aus dem Urmeer entstanden ist. Vor ca. 250 Millionen Jahren entstanden am Rande des Urmeeres abgegrenzte Wasserbecken. Durch Verdunstung des Wassers kristallisierten Salze aus und lagerten sich am Boden dieser Becken ab.

So entstanden Salzstöcke, die in vielen Tausenden von Jahren durch tektonische Bewegungen und die Auffaltung der Alpen tief unter Felsen begraben und von Erde bedeckt wurden. Dort, in den Tiefen der Alpen, ist das Salz bis heute in seiner reinen, ursprünglichen Form erhalten.

3. Was ist Alpensole?

In den Tiefen der Alpen liegt ein besonderes Geschenk der Natur: das kostbare AlpenSalz. Vor rund 250 Millionen Jahren durch die Verdunstung des Urmeeres entstanden, liegt es bis heute geschützt im Felsgestein der Berge. Klares Gebirgswasser löst das Salz ganz langsam aus dem Gestein, es bildet sich reine Alpensole – der natürliche Ursprung aller Bad Reichenhaller Produkte.

4. Wie wird aus Alpensole das Bad Reichenhaller AlpenSalz?

Die Alpensole hat sich in Hohlräumen und unterirdischen Seen gesammelt. Schon die Kelten haben aus diesen Solequellen Salz gewonnen. Heute werden die unterirdischen Solelager über tiefe Bohrungen erschlossen und über Rohrleitungen in die Saline Bad Reichenhall gepumpt – pro Jahr rund 250.000 m³. 


In der Saline Bad Reichenhall wird die Alpensole im ersten Schritt in riesige Behälter geleitet, von Nebensalzen befreit und in der Verdampferanlage zum Sieden gebracht. Dabei verdampft das Wasser, das Salz kristallisiert aus. Für diesen Vorgang wird ein energiesparendes Verfahren genutzt. Der Salzbrei (eine Mischung aus Salz und Sole) wird zentrifugiert und anschließend getrocknet. Das Ergebnis: Reines AlpenSalz. 

5. Seit wann verwenden die Menschen Salz?

Salz ist eines der ältesten Lebensmittel der Menschheit. Archäologische Funde belegen, dass es seit etwa 10.000 v. Chr. regelmäßig verwendet wird. Wo die Menschen Salz und Wasser vorfanden, konnten sie sesshaft werden und Siedlungen gründen.

Die Geschichte der Salzgewinnung lässt sich bis weit in die früheste Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Doch wie gewannen die Menschen das erste Salz? Wahrscheinlich aus Meerwasser – durch natürliche Verdunstung. Bei den Römern und Kelten lassen sich dann erste ausgefeiltere Methoden der Salzgewinnung nachweisen: Sie nutzten z. B. die natürlichen Solequellen in den Alpen.

Schon früh entdeckte der Mensch außerdem, dass Salz den Speisen nicht nur eine besondere Würze gibt, sondern auch konservierende Eigenschaften besitzt. Deshalb war das „weiße Gold“ ein bedeutendes Handelsprodukt, das über weite Strecken transportiert wurde. Handel braucht Handelswege – damals wie heute. So entwickelten sich zur Zeit der Römer die sogenannten Salzstraßen, wie zum Beispiel die Via Salaria, die zu den ältesten Straßen Italiens zählt. Im Mittelalter entstanden auch in Deutschland solche Transportwege, beispielsweise die bayerische Salzstraße von Reichenhall über München und Landsberg am Lech bis zum Bodensee.

Die Salzproduktion steigerte sich immer weiter – im 16. Jahrhundert waren es in Hallein (Österreich) und Reichenhall bis zu 36.000 Tonnen Salz im Jahr. Der Handel wurde professionalisiert, festgelegte Handelsrouten mussten strikt eingehalten werden. Denn Salzsteuern, Wegezölle und Handelsrechte, sogenannte Niederlagsrechte, brachten Städten und Landesfürsten mehr Einnahmen als das Salz selbst.

6. Woher hat das Salz seinen Namen?

Unser deutscher Begriff „Salz“ hat sich aus dem lateinischen Wort „Salarium“ entwickelt. Dieses wiederum stammt von „Salus“ ab, dem Namen für die römische Gottheit der Weisheit, die für das allgemeine Wachsen und Gedeihen verantwortlich war. Die römischen Beamten und Soldaten bekamen für ihre Reisen eine Ration Salz, genannt „salarium“. Der Zusammenhang zu dem heute nur noch selten verwendeten Begriff „Salär“ für Lohn oder Gehalt liegt auf der Hand – auch wenn es schon lange keine Entlohnung durch Salz mehr gibt.

7. Welche verschiedenen Salzarten gibt es?

Haben Sie sich schon immer gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen Kochsalz, Speisesalz und Tafelsalz ist? Die Antwort ist einfach: Es gibt keinen. Lediglich der Begriff ist ein anderer.

Im Bereich Speisesalz unterscheidet man jedoch drei verschiedene Salzarten: Siedesalz (gewonnen aus Sole), Steinsalz (bergmännisch abgebaut) und Meersalz (gewonnen aus Meerwasser). Alle drei kommen immer in der gleichen Zusammensetzung aus Natrium und Chlor vor.

8. Warum verklumpt Salz?

Salz ist hygroskopisch, d. h. bei längerer Lagerung in feuchter Umgebungsluft zieht Salz Wasser aus der Luft an und verklumpt – zum Beispiel, wenn beim Salzen des Nudelwassers Dampf in die geöffnete Packung gelangt. Vielleicht haben Sie das auch schon im Urlaub bei allgemein hoher Luftfeuchtigkeit erlebt.

Verklumptes Salz kann mit einer Gabel oder einem Mörser wieder zerbröselt und bedenkenlos weiterhin zum Kochen und Würzen verwendet werden. Die Klümpchen lösen sich beim Kochen vollständig auf.

9. Welche Funktion haben Trennmittel im Salz?

Wie in Punkt 8 beschrieben, neigt Salz ohne Trennmittel dazu, zu verklumpen. Die Trennmittel sorgen dafür, dass es immer trocken und streufähig bleibt.

10. Gibt es von Bad Reichenhaller auch Produkte ohne Trennmittel?

Ja. Je feiner das Salz ist, desto größer ist die Gefahr, dass es verhärtet oder verklumpt. Bei grobkörnigem Salz kann auf Trennmittel verzichtet werden: Bad Reichenhaller Grobes AlpenSalz, alle Mühlen sowie die Produkte der Alpensaline enthalten keine Trennmittel.

11. Warum ist Salz mit Folsäure gelb?

Das Bad Reichenhaller AlpenJodSalz + Fluorid + Folsäure ist leicht gelblich. Dies ist der sichtbare Beweis hoher Produktqualität, denn Folsäure ist von Natur aus gelb. Die Farbe hat keinen Einfluss auf Geschmack und Verwendung.

12. Warum sind Tränen salzig?

Jeder kennt es aus eigener Erfahrung: Tränen schmecken salzig. Es ist sogar so, dass es ohne Salz gar keine Tränenflüssigkeit gäbe. Doch warum? Die Tränenflüssigkeit entsteht in den sogenannten Tränendrüsen, die sich oberhalb des Auges befinden. Um Flüssigkeit zu erzeugen, brauchen sie Wasser aus dem umliegenden Gewebe, und um das Wasser aus dem Gewebe zu ziehen, ist Salz nötig – daher sondert die Tränendrüse Salz ab. Kein reines Kochsalz, sondern eine Mischung aus verschiedenen Elektrolyten, auch Kalium ist enthalten.

Manch einer kennt es noch aus dem Biologie-Unterricht: Osmose bedeutet, dass Flüssigkeit immer dorthin drängt, wo die Salzkonzentration höher ist. Dies passiert auch in der Tränendrüse. Sie sondert Mineralsalze ab, um die Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe zu ziehen und als Tränenflüssigkeit wieder auszuscheiden. Vergleichbar mit einer aufgeschnittene Tomate, die Wasser verliert, wenn man sie salzt.

13. Wie lange wird es noch Salz geben?

Salz ist glücklicherweise einer der wenigen Rohstoffe auf unserer Erde, der auch in Zukunft immer ausreichend vorhanden sein wird. Allein die Salzvorkommen unter Tage werden noch sehr lange reichen. Wenn man bedenkt, dass die Menge des in den Meeren gelösten Salzes um ein Vielfaches größer ist als die Mengen an Steinsalz und Sole, lässt sich tatsächlich davon sprechen, dass das Salz den Menschen nicht ausgehen wird.

14. Welche Bedeutung hat Salz in Lebensmitteln?

Meist denkt man bei Salz zuallererst an den salzigen Geschmack – das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“. Auch wenn man das Salz nicht aus dem Essen herausschmeckt oder wie beim beliebten Frühstücksei gezielt ergänzt, ist es immer ein intensivierender Geschmacksträger. In rezenten Gerichten ebenso wie in zahlreichen Süßspeisen. Doch auch aus technologischen Gründen ist es wichtig: für die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren, von Brot und Käse sowie konservierten Gemüseprodukten. Die konservierende Wirkung von Salz, welche schon im frühen Ägypten bekannt war, ist bis heute von großer Bedeutung. Hinzu kommt, dass Salz ein lebenswichtiger Mineralstoff für den menschlichen Körper ist. Über Speisesalz werden dem Körper etwa 90 % des wichtigen Natriumchlorids zugeführt.

15. Welche Bedeutung hat Salz in der Industrie?

Salz spielt nicht nur eine wichtige Rolle in der Ernährung, sondern auch in der Industrie und im Haushalt. Ob in der Stahlwarenindustrie, in Färbereien, zur Herstellung von Seife und Glas oder als Regeneriersalz für die Spülmaschine – ohne Salz sähe unser Leben in vielerlei Hinsicht anders aus. Nicht zu vergessen das Auftausalz, welches im Winter auf den Straßen für Sicherheit sorgt.

Salz & Gesundheit

1. Warum braucht unser Körper Salz?

Die Zellen des menschlichen Körpers und die Körperflüssigkeiten bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und Salzen. Natriumchlorid ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für unseren Körper. Das Salz reguliert den Blutdruck, den Flüssigkeitshaushalt der Zellen und ist die Grundlage für einen funktionierenden Stoffwechsel. Salz- und Wasserhaushalt des Körpers hängen dabei sehr eng zusammen. Das Verhältnis der beiden Stoffe Wasser und Salz ist aufeinander abgestimmt und wird durch Durstgefühl und Ausscheidung über die Niere gesteuert. Diese sorgt dafür, dass der Haushalt unabhängig von der Salzaufnahme konstant bleibt. Ist das Verhältnis nicht ausgewogen, können Körperfunktionen gestört werden.

Salz regelt zudem die Gewebespannung und ist Grundlage für die Erregbarkeit von Muskeln sowie für die Reizweiterleitung in den Nervenbahnen. Das Salz ist ein wichtiger Bestandteil unseres Blutes, spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau und ist ein Bestandteil der Verdauungssäfte. Ein besonders hoher Chloridgehalt findet sich in den Zellen der Magenschleimhaut, in denen Salzsäure gebildet wird, die wir für die Verdauung benötigen.

Der Körper eines Erwachsenen enthält je nach Gewicht und Größe etwa 150 bis 300 g Salz, der eines Neugeborenen ca. 14 g. In einem Liter menschlichem Blut sind 9 g Kochsalz gelöst, der Salzgehalt des Blutes und der sonstigen Körperflüssigkeiten beträgt also 0,9 %.

2. Wie viel Salz braucht der Mensch?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt die Aufnahme von 6 Gramm pro Tag. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Mit dieser Menge ist eine geregelte Funktion des menschlichen Organismus gewährleistet. Einen Teil davon nehmen wir bereits mit anderen Lebensmitteln auf, so dass es genügt, täglich zwei bis drei Gramm zuzusalzen. Bei einer ausgewogenen Ernährung werden etwa drei Viertel mit Nahrungsmitteln aufgenommen, die bereits Salz enthalten – zum Beispiel Wurst, Brot, Käse. Ein Viertel wird durch das Speisesalz abgedeckt, das zum Kochen und Würzen verwendet wird. Auch beim Trinken nimmt der Mensch Salz auf. Ein Übermaß scheidet der gesunde Körper wieder aus.

3. Welche Personengruppen sollten besonders auf ihren Salzhaushalt achten?

Während der Schwangerschaft ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Dazu zählt eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und somit auch mit Salz.

Bei älteren Menschen kann der Wasser- und Nährstoffhaushalt durch Salzmangel empfindlich gestört werden. Eine ausreichende Versorgung mit Salz ist wichtig für die körperliche und geistige Fitness.

Auch Hochleistungssportler sollten auf ihren Salzhaushalt achten. Durch den starken Flüssigkeitsaustausch (schwitzen und trinken) kann der Salzgehalt im Blut stark absinken, Krampfanfälle können die Folge sein. Sportmediziner raten deshalb zu isotonischen Getränken, das heißt Getränken mit vielen Salzen und Mineralstoffen.

4. Warum brauchen wir Jod und wie viel?

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss mit der Nahrung aufgenommen werden.

Jod ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Produktion der Schilddrüsenhormone Triiodthyronin (T3), Tetraiodthyronin (T4) oder Thyroxin. Diese wiederum sind an der Steuerung des Stoffwechsels von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten sowie der Regulierung der Körpertemperatur und der Herzfrequenz beteiligt. Somit sind sie unter anderem für normales Wachstum und die Entwicklung des Gehirns notwendig. 

Versorgen wir den Körper nicht ausreichend mit Jod, versucht die Schilddrüse diesen Mangel mit einer Schilddrüsenvergrößerung auszugleichen. Übersteigt diese Vergrößerung ein bestimmtes Maß, wird dies als „Kropf“ oder „Struma“ bezeichnet, was zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen kann. Einige Symptome können schon viel früher auf einen Jodmangel hindeuten: Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, depressive Verstimmungen sowie trockene, schuppige Haut, Verdauungsstörungen und geringe Abwehrkräfte.

Wesentliche Teile der Bevölkerung sind immer noch nicht ausreichend mit Jod versorgt. Gerade bei Kindern, Jugendlichen und Frauen während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit sollte auf eine ausreichende Jodzufuhr geachtet werden. Auch wer seine Ernährung frisch und vielseitig gestaltet, mehrmals in der Woche Seefische wie Schellfisch oder Kabeljau verzehrt, deckt nur maximal 2/3 der empfohlenen Jodzufuhr ab. Mit jodiertem Speisesalz wird die Jodversorgung deutlich verbessert. 

Der tägliche Bedarf an Jod wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) mit 180–200 µg (= 0,18–0,2 mg) angegeben. Je nach Alter werden unterschiedliche Bedarfe an Jod genannt: 

Kinder (10–13 Jahre): 180 µg Jod/Tag
Jugendliche u. Erwachsene (13–51 Jahre): 200 µg Jod/Tag
Erwachsene (ab 51 Jahre): 180 µg Jod/Tag
Schwangere: 230 µg Jod/Tag
Stillende: 260 µg Jod/Tag

Als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung genügen 5 g jodiertes Salz am Tag, da diese Menge das Tagesdefizit an Jod abdecken kann.  

5. Gibt es von Bad Reichenhaller auch Produkte ohne Jod?

Ja. Das Bad Reichenhaller AlpenSalz in der blauen 500 g Packung oder 500 g Dose enthält keinen Zusatz von Jod. Dasselbe gilt auch für unser Grobes AlpenSalz im 500 g Beutel, die Mühlen sowie für das SprühSalz und alle Produkte der Alpensaline.

6. Warum brauchen wir Fluorid und wie viel?

Fluorid ist ein Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss, wie Jod, mit der Nahrung aufgenommen werden. Fluorid schützt vor den Säuren, die von den Kariesbakterien gebildet werden, die wiederum die Zähne angreifen. Außerdem trägt es zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei.

Das Trinkwasser in Deutschland enthält in 90 % der Regionen weniger als 0,25 mg Fluorid pro Liter. Das ist viel zu wenig, um den täglichen Bedarf zu sichern. Genauso schwierig ist es, eine ausreichende Menge von Fluorid durch die Nahrung aufzunehmen, da nur wenige Nahrungsmittel wie Seefisch, schwarzer Tee, Nüsse, Meeresfrüchte und Sojaprodukte reich an Fluorid sind.

Die konsequente Verwendung von fluoridangereichertem Speisesalz im Haushalt kann mithelfen, neu entstehenden Karies zu verhindern. 

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) liegt der durchschnittliche Fluoridbedarf eines Erwachsenen bei 3,1 bis 3,8 mg am Tag. Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Personen mit erhöhtem Risiko für Karies sollten besonders auf die Fluoridzufuhr achten.

Der tägliche Fluoridbedarf richtet sich vor allem nach Alter und Geschlecht. Hier einige Beispiele*:

Säuglinge (0–4 Monate): 0,25 mg Fluorid/Tag 
Säuglinge (4–12 Monate): 0,5 mg Fluorid/Tag  
Kleinkinder: 0,7–1,1 mg Fluorid/Tag 
Schulkinder: 1,1–2 mg Fluorid/Tag
Jugendliche (männlich): 3,2 mg Fluorid/Tag 
Jugendliche (weiblich): 2,9 mg Fluorid/Tag 
erwachsene Männer: 3,8 mg Fluorid/Tag 
erwachsene Frauen: 3,1 mg Fluorid/Tag 
Schwangere/Stillende: 3,1 mg Fluorid/Tag 

* Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

7. Warum brauchen wir Folsäure und wie viel?

Folsäure ist ein wasserlösliches B-Vitamin und wird in seiner natürlichen Form in Lebensmitteln als Folat bezeichnet. Folsäure erfüllt viele wichtige Funktionen im Körper. Vor allem ist sie für die Zellteilung verantwortlich. Hierzu gehören beispielsweise die Bildung von roten und weißen Blutzellen und der Aufbau der Schleimhäute.

Folsäure kommt als Folat überwiegend in Salaten, Gemüse und Hülsenfrüchten vor. Hohe Folatkonzentrationen findet man in Bohnen, Feldsalat, Spinat, Erbsen, Grünkohl, Linsen oder Sojabohnen. Aber auch Leber enthält viel Folsäure*. Folat ist sehr lager-, licht- und hitzeempfindlich. Deshalb ist die Versorgung über die Nahrung im Regelfall nicht ausreichend. Im Schnitt geht durch Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel ca. ein Drittel des B-Vitamins verloren.

Die im Bad Reichenhaller AlpenJodSalz verwendete Folsäure ist im Gegensatz zu dem in der Natur vorkommenden Folat lager-, licht- und hitzestabil (beim Kochen und beim Backen) und kann dadurch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung unseres Körpers mit Folsäure leisten.

Die täglich empfohlene Menge Folsäure liegt – laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) – für alle Altersgruppen ab 10 Jahren bei 150 µg Folsäure bzw. 300 µg Folatäquivalent (1 µg Folatäquivalent = 1 µg Nahrungsfolat = 0,5 µg synthetische Folsäure). Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Versorgung mit Folsäure in weiten Teilen der Bevölkerung unter den Referenzwerten liegt.

Bei anhaltender Unterversorgung mit Folsäure können sich erste Mangelerscheinungen abzeichnen, welche unter anderem Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Reizbarkeit umfassen können.

Folsäure trägt bei Schwangeren zur gesunden Entwicklung von Mutter und Kind bei. Schwangere benötigen laut DGE 600 µg Folatäquivalent/Tag. Daher wird Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, vor und nach der Empfängnis auf eine ausreichende Folsäurezufuhr zu achten.

* Quelle: (Souci/Fachmann/Kraut, Food composition and nutrition tables, 6. Revidierte und ergänzte Auflage, Stuttgart 2000)

 

Salzige Tipps & Tricks

1. Wie salzt man Brühen und Eintöpfe?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Soll der Geschmack im Gemüse bzw. Fleisch bleiben oder soll der Geschmack vor allem in der Flüssigkeit sein? Will man ein schmackhaftes Stück Fleisch haben, dann gart man es in einer salzigen Brühe, der Fleischgeschmack wird durch die Aromen des Gemüses verstärkt. Möchten Sie eine kräftige Brühe haben, dann sollten Sie diese erst zum Schluss salzen, damit möglichst viele Aromen von Fleisch und Gemüse in die Flüssigkeit übergehen.

2. Wie salzt man Schweinebraten?

Ein Schweinebraten wird besonders knusprig, wenn Sie die Kruste fünf bis zehn Minuten vor Ende der Garzeit mit Salzwasser bestreichen oder mit Bad Reichenhaller SprühSalz besprühen und bei größerer Hitze kurz nachbraten. Das Salz entzieht der Haut die Feuchtigkeit, die Kruste wird wunderbar kross.

3. Wie salzt man getrocknete Hülsenfrüchte?

Getrocknete Linsen, Erbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte sollte man nie mit Salz oder anderen salzhaltigen Zutaten ansetzen. Sie bleiben hart und schmecken teilweise fad. Am besten erst in klarem Wasser einweichen und nach dem Kochen salzen.

4. Wie salzt man Salat?

Salat, der eine Weile in der Soße liegt, wird lappig. Das hat sicher jeder schon erlebt – wenn zum Beispiel die sommerliche Gartenparty bis in den Abend geht. Der Salat fällt zusammen, da das Salz den Blättern das Wasser entzieht. Frischen, grünen Salat sollte man daher erst kurz vor dem Servieren salzen bzw. mit einem Dressing versehen, damit er möglichst lange knackig bleibt. Oder einfach vor dem Essen mit etwas Bad Reichenhaller SprühSalz abrunden.

5. Warum salzt man Süßspeisen?

Salzig und süß – passt das zusammen? Auf den ersten Blick nicht. Die meisten Süßspeisenrezepte enthalten keine Angaben über Salz. Viele Köche und Konditoren verwenden trotzdem eine Prise Salz, weil es den Geschmack intensiviert. Einfach ausprobieren ... Aber bitte sparsam dosieren!

6. Wie rettet man eine versalzene Suppe oder Brühe?

Erst schmeckte die Suppe zu fad, plötzlich ist sie versalzen? Kein Problem. Je nach Salzmenge einfach ein paar geschälte und in Würfel geschnittene Kartoffeln in die Flüssigkeit geben und nochmals aufkochen – die Kartoffeln binden das Salz.

7. Wie rettet man versalzene Nudeln?

Wurden Nudeln in versalzenem Wasser gekocht, hilft kräftiges Spülen mit heißem Wasser. Sind die Nudeln gar, in ein Sieb abgießen, mit heißem klaren Wasser abbrausen und vorsichtig im Sieb schwenken. Diese Methode lässt sich auch bei versalzenem Reis anwenden.

8. Wie werden Pommes knusprig?

Pommes aus dem Ofen werden besonders knusprig, wenn man sie vor dem Backen mit Salzwasser bepinselt oder – das geht noch schneller – einfach mit Bad Reichenhaller SprühSalz besprüht.

9. Wie lange kann man Salz aufbewahren?

Reines Salz ist unbegrenzt haltbar. Lediglich die Zusätze wie beispielsweise Jod können sich bei längerer Lagerzeit abbauen. Daher ist das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) bei jodiertem Speisesalz lebensmittelrechtlich vorgeschrieben – der Jodgehalt entspricht dann unter Umständen nicht mehr der Deklaration auf der Packung.

Das Bad Reichenhaller AlpenJodSalz ist auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch unbedenklich zum Verzehr geeignet, eine gesundheitliche Gefährdung besteht nicht. Menschen, denen aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion jodhaltige Lebensmittel empfohlen werden, raten wir jedoch, AlpenJodSalz mit gültigem MHD zu verwenden.

10. Wie bewahrt man Salz am besten auf?

Salz sollte nie in Metallgefäßen aufbewahrt werden. In Verbindung mit Luftfeuchtigkeit kann Salz sogar Edelmetalle angreifen und lässt diese korrodieren. Am besten eignen sich Glas- oder Keramikbehälter zur Aufbewahrung von Salz.

Da Salz Luftfeuchtigkeit aufnimmt, kann es verklumpen. Geöffnete Salzpackungen sollten daher nicht in der Nähe des Herdes und dampfender Töpfe, sondern besser in einem geschlossenen Küchenschrank aufbewahrt oder in ein luftdichtes Gefäß umgefüllt werden.

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