Oh du leckere Weihnachtszeit...

Die Frage nach dem Weihnachtsessen ist fast so wichtig wie die Überlegung, was unter dem Baum liegen wird. Immerhin sitzen hier traditionellerweise alle Liebsten an einem Tisch und genießen zusammen den Heiligen Abend. Aber was kommt auf den Tisch? Würstchen? Gänsebraten? Oder doch was ganz anderes? Wir haben den Deutschen mal in die Töpfe geschaut…

Laut Umfragen essen an Heiligabend tatsächlich die meisten Kartoffelsalat mit Würstchen. Dabei hat jede Familie ihr eigenes Rezept und oft wird diskutiert, welche Variante die beste ist. Mit Mayonnaise oder mit Brühe, Essig und Öl? Mit oder ohne Gurken? Mit Speckwürfelchen oder vegetarisch? Wir sagen: Hauptsache es schmeckt allen. ?

Aber wo kommt diese Tradition eigentlich her? Ganz einfach: An Heiligabend war man seit jeher schwer beschäftigt… Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken, letzte Besorgungen erledigen, Geschenke einpacken, in die Kirche gehen, Onkel Ewald vom Bahnhof abholen und und und. Da bleibt kaum Zeit zum Kochen. Kartoffelsalat ist schnell gemacht, schmeckt jedem und kann auch einfach am Vortag schon vorbereitet werden, damit er richtig gut durchgezogen ist. Dazu passen Würstchen, die im Handumdrehen heiß gemacht sind.

Mit dem Wissen, dass an den folgenden Weihnachtsfeiertagen schon genug aufgetischt wird, darf es am Heiligen Abend auch ruhig etwas reduzierter sein.

Bei all jenen, denen Kartoffelsalat nicht festlich genug ist, stehen Gans und Ente ziemlich weit oben auf der Beliebtheitsskala. Der Gänsebraten ist eine Tradition, die angeblich aus Großbritannien zu uns gekommen ist. Klassisch gefüllt mit Maronen, Äpfeln und Zwiebeln wird er meist mit Rotkohl und Klößen serviert. Die Ente, normalerweise etwas leichter als Gans, wird ebenfalls oft gefüllt und kommt mit Orangensoße auf den Tisch.

Falls du lieber Fisch magst, gibt es hier auch ein traditionelles Gericht: Karpfen blau. Dabei wird der Fisch mit heißem Essig übergossen, damit er blau wird. Wie genau das funktioniert, führt jetzt vielleicht ein bisschen zu weit, aber es ist ein spannendes und gar nicht allzu schwieriges Rezept! Dazu werden meistens Kartoffeln, Gemüse und Meerrettichsahne serviert.

Geselliger sind natürlich Gerichte wie Raclette oder Fondue. Dabei kann man stundenlang über das zurückliegende Jahr diskutieren, über die Geschenke unterm Baum spekulieren oder Zukunftspläne schmieden und jeder isst das, worauf er gerade Appetit hat.

Während Raclette und Käsefondue seine Ursprünge in der Schweiz haben, kommt das Brühefondue übrigens aus dem asiatischen Raum. Also falls du deine Tischpartner beeindrucken willst, philosophiere doch ein bisschen über Shabu Shabu oder Fondue Chinoise! ?

Letzteres ist bei unseren Nachbarn aus der Schweiz übrigens ein absoluter Weihnachtsklassiker. Gerade am Heiligen Abend sitzt man gemütlich um den Feuertopf und gart Rindfleisch, Geflügel und Gemüse darin.

In den Niederlanden gibt es zu Kerstmis (Weihnachten) Gourmetten – eine Art Raclette. Dabei sind aber Eier, Frühlingszwiebeln und Kartoffeln die wichtigsten Bestandteile im Pfännchen, nicht der Käse. Irgendwie untypisch für Holland, oder? :)

In Österreich kommen neben Karpfen traditionell Kletzenbrot, ein mit Rosinen, Nüssen und „Kletzen“ (Birnen) gefülltes Sauerteigbrot aus dem Salzburger Land, und Bachlkoch, eine Milch-Mehl-Suppe, auf den Tisch.

Am üppigsten feiern wohl die Polen – zumindest was das Essen angeht. Dort würde man niemals mit nur einem Gericht planen. Hier tischt man sage und schreibe zwölf verschiedene auf! Inspiriert wurde die Anzahl von den zwölf Aposteln und den zwölf Monaten des Jahres, das nun fast zu Ende ist.

Zwar gilt schon eine Scheibe Brot als ein Gericht, dennoch wird viel aufgefahren und gegessen: Dazu gehört viel Fisch, Meeresfrüchte und Barszcz, das wir als Borschtsch kennen. Um abends alle Leckereien essen zu können, bleiben die Polen übrigens bis zum Abendessen nüchtern.

Puh, das hat jetzt richtig Appetit gemacht. Bevor der Magen lauter knurrt als „Last Christmas“ aus dem Lautsprecher tönt, verabschieden wir uns für dieses Jahr. Vielen Dank für die Zeit, die du mit uns hier im SalzBlog verbringst. Wenn du ein Thema hast, über das wir 2019 berichten sollen, freuen wir uns über deinen Kommentar. ⬇

Wir wünschen dir und deinen Liebsten entspannte, schöne und leckere Weihnachtstage und schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Liebe Grüße von deinem Bad Reichenhaller Social Media Team

 


Schreibe einen Kommentar!
Nach oben