Von alten Steinen und anderen Schätzen

Am Tag des alten Gesteins werden, wie der Name schon sagt, Steine und Fossilien gefeiert. Ein wunderbarer Anlass, sich ein bisschen näher mit ihnen zu beschäftigen – schließlich haben wir in Bad Reichenhall durch die Alpen ziemlich viel altes Gestein direkt vor der Haustür! Ob als sichtbare Felswand oder verborgen unter Pflanzen, das aus unterschiedlichen Mineralien bestehende Gestein ist das Baumaterial der Erdkruste und des Erdmantels. Fossilien hingegen sind die versteinerten Reste von Lebewesen, entstanden unter immensem Druck vor über 10.000 Jahren. Die jüngeren Fossilien liegen in den oberen Gesteinsschichten, die älteren, wie beispielsweise die Ammoniten der vor 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Schalentiere, liegen in der Tiefe. Ist es verwunderlich, dass man sie trotzdem findet, ohne graben zu müssen? Nein, überhaupt nicht. Die Erde ist schließlich in Bewegung. So kommt es, dass ein Fossil vom einstigen Meeresboden hoch auf den Gipfel eines Berges wandern kann. (Ganz ohne unseren Ministreuer AlpenJodSalz im Gepäck.) Dies ist zum Beispiel in den Kalkalpen der Fall.

Die Berchtesgadener Alpen zählen übrigens zu den nördlichen Kalkalpen. Der Watzmann, den du aus Urlauben kennst, ist die zweithöchste Erhebung der Berchtesgadener Alpen. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht in geologischen Details verlieren, aber spannend finden wir es schon, dass Kuhtritte in den Alpen nicht nur von den Kühen stammen, die im Sommer als Almnomaden auf den Bergwiesen grasen, sondern auch von Muschelschalen. Denn die Schalen, die häufig in der bis zu 1000 Meter dicken Kalkschicht über dem Dolomitstein zu sehen sind, werden aufgrund ihrer Halbmondform auch Kuhtritte genannt. Wer durch die Alpen wandert, wandert also genau genommen über Meeresboden und durch steinerne Korallengärten! Kaum vorstellbar.

Genauso selten denken wir wahrscheinlich beim Würzen unserer Spaghetti daran, dass das AlpenSalz vor über 200 Millionen Jahren durch Verdunstung aus dem Urmeer entstanden ist. Die Salzstöcke wurden in vielen Tausenden von Jahren durch tektonische Bewegungen und die Auffaltung der Alpen unter den Felsen begraben und von Erde bedeckt. Dass wir Fans von diesem Schatz in den Tiefen der Alpen sind, ist ja klar. Und so können wir uns natürlich auch für den Tag des alten Gesteins begeistern.

Was jetzt noch fehlt, sind ein paar Ideen, was du heute am Old Rock Day alles machen könntest. Hier sind sie! Wenn es draußen schön ist (okay, es ist Januar, aber vielleicht scheint trotzdem die Sonne), kannst du natürlich einen langen Spaziergang machen und die Steine, die du unterwegs entdeckst, etwas genauer betrachten. Womöglich findest du sogar so schöne Exemplare, dass du ein paar Steine mitnehmen und ihnen ein nettes Plätzchen zwischen den Pflanzen auf der Fensterbank gönnen möchtest. Wenn du zu den Menschen mit blühender Fantasie gehörst, die in Wolken, Baumrinden und Steinen alle möglichen Gestalten sehen, kannst du auch gezielt solche Steine sammeln und sie später bemalen. Wer weiß, was dir unterwegs alles begegnet, das zum Leben erweckt werden will! Nun kann es natürlich auch sein, dass es in Strömen regnet und du generell um alles Kreative einen großen Bogen machst. Wie wäre es da mit einem netten Besuch in einem Naturkundemuseum? Worauf auch immer du Lust hast: Wir legen dir natürlich ans Herz, dass du etwas Leckeres kochst, wenn du von dem einen oder anderen Ausflug nach Hause kommst. Unser kalorienarmes Suppenwunder beispielsweise passt ganz wunderbar in die kalte Jahreszeit und liegt garantiert nicht wie ein Stein im Magen. Wir wünschen dir viel Spaß heute – und dass dir im neuen Jahr niemand Steine in den Weg legt!

Dein Bad Reichenhaller Social Media Team


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